Begleitet wird der Vorverkaufsstart von Single #2 der aktuellen Kampagne. „Drei Kreuze gemacht“ ist ein für den nand-Kosmos eher straighter Song mit einer direkten, kaum chiffrierten Message. Sonst textet der Würzburger ja auch gerne mal lyrisch-verschachtelt. „Drei Kreuze gemacht“ ist Gesellschaftskritik mit brennender Lunge. Privilegierte Komfortzonen treffen auf innere Leere. Ein viel zu großes Haus für eine Person. Regale voller Klassiker, die nur Staub ansetzen. Besitz als Dekoration, Bildung als Kulisse.
Musikalisch treibt ein Bass-lastiger Puls den Song voran. Synth-Flächen flirren, wie Neonlicht im Regen, während nand zwischen Resignation und Aufbegehren taumelt: „Ich lebe noch – Ich hab’ drei Kreuze gemacht.“ Das Mantra als Anklage.
Foto: Dominik Schneider